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Mobilfunk - Osterbrief an Bundeskanzlerin Merkel

"Der einzige Know-How-Vorsprung, den wir Europäer haben, ist Umwelt- und Gesundheitsschutz, und den sollten wir nutzen"

von Hanna Tlach, Dipl.-Psych.

Sprecherin des AK Esmog des www.bund-konstanz.de/nachhaltiges-leben/elektrosmog/

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Offener Brief von Frau Dr. Christine Aschermann an die Bundesregierung

Wir umweltmedizinisch orientierten Ärzte und Psychotherapeuten sehen einen Zusammenhang
zwischen Funkbelastung, Immunschwäche und globaler Epidemie
Wir rufen dazu auf, die weltweit verbreitete Hochfrequenzbelastung drastisch zu reduzieren!

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Dritter Offener Brief an den Präsidenten der Bundesnetzagentur

Bisher keine Antwort auf unser Schreiben vom 15.10.2019:

- Versteigerung der Frequenzen für 5G
- Elektrosensible Menschen sind auf Erhalt von funkfreien Schutzzonen angewiesen

Bitte um weitere Auskünfte zu 5G Aufrüstungen

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Auf der Flucht vor Strom und Handy - Letzte Rettung Campingplatz

Bericht im Münchner Merkur vom 02.02.2021: Auf der Flucht vor Strom und Handy



EHS: Grundrechte dauerhaft entzogen

11.02.2021

In den Medien wird derzeit viel über Menschen berichtet, die den corona-bedingten Lockdown nur ganz schwer ertragen können, die unter Maske und im Abstand vereinsamen. Auch über die tragische Isolation von Bewohnern in Seniorenheimen wird berichtet; ebenso werden die Überlastung des Pflegpersonals und die Belastung der Familien im Lockdown thematisiert, auch werden die möglichen Folgen für Körper und Psyche lebhaft diskutiert. Der Entzug der Freiheit und das Verwehren der Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben zählen wohl zu den Einschränkungen, die wir Menschen als soziale Wesen nur ganz schwer ertragen können. Nicht umsonst werden schwere Straftaten mit langjährigem Freiheitsentzug geahndet.

Wir EHS-Betroffene gehören zu den Menschen, die bereits seit Jahren von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden. Wir werden gezwungen, den dauerhaften Entzug unserer Freiheit als Normalität zu akzeptieren und permanent im Ausnahmezustand „Lockdown“ zu leben. Dabei haben wir uns nichts zu Schulden kommen lassen, außer in einem Körper leben zu müssen, der mit einer mehr oder weniger stark ausgeprägten physiologischen Betriebsstörung reagiert, sobald dieser einem künstlich erzeugten elektromagnetischen Feld ausgesetzt wird. Und obwohl wir nichts Unrechtes getan haben und tun – von Wildcampen zum Selbsterhalt mal abgesehen – müssen wir es dulden, dass uns unsere Grundrechte dauerhaft genommen wurden und unsere Existenzgrundlage vernichtet wurde. Wir müssen es aushalten, dass uns unser Umfeld nicht versteht, dass unsere Familie zerbricht, dass sich Freunde abwenden. Wir müssen es aushalten, aus unserem häuslichen Umfeld katapultiert zu werden, dauernd auf der Flucht zu sein. Wir müssen es aushalten, dass uns ständig der Teppich unter den Füßen weggezogen wird, wodurch unsere finanziellen und sozialen Ressourcen restlos aufgebraucht werden, und wir müssen es aushalten, dass wir null Planungssicherheit haben: Wo morgen überleben, wenn heute wieder ein neuer Sendemast in der Nähe in Betrieb geht? Gerade im Zusammenhang mit Corona wird in den Medien pausenlos betont, dass diese Krise doch zeige wie wichtig eine gute funktechnische Infrastruktur sei und dass die letzten Funklöcher in den ländlichen Regionen endlich gestopft gehörten. Doch genau diese letzten Refugien sind für uns EHS-Betroffene systemrelevant, ohne sie können insbesondere wir Schwerstbetroffenen nicht überleben! Wie kann der politische Gestaltungswille sich mit aller Macht der Vernichtung unserer letzten Refugien widmen, anstatt alles zu tun, um unser Überleben sicherzustellen? Gerade dieses ignorante Verhalten seitens Behörden und politischer Entscheidungsträger, die wir um Hilfe (!) ersuchen kann einem wirklich noch das allerletzte Quäntchen an Würde und Selbstermächtigung rauben.

Das alles auszuhalten ist in der Tat eine enorme psychische Belastung und folgerichtig auch nur auszuhalten, wenn die Psyche stabil und der Geist stark ist. Daher ist es absurd, wenn man ausgerechnet uns , - und das oft noch per Ferndiagnose vom Amtssessel aus! – in die Psycho-Ecke zu verbannen sucht!

In dieser Situation bleiben Journalisten, die sich des Themas EHS in unvoreingenommener Weise annehmen, wohl unsere einzige Hoffnung, damit wir nicht länger als Störfaktor des digitalen Paradieses bekämpft werden, nicht länger als Verursacher des Problems wahrgenommen werden, sondern als Symptomträger desselben erkannt und entsprechend gewürdigt werden. Wie viel menschliches Leid ließe sich dadurch verhindern! Ich danke der Journalistin Kirsten Meier ganz herzlich für Ihren Bericht.

Suzanne Sohmer, EHS-Betroffene


Für immer Lockdown

07.02.2021

Für immer Lockdown

Sehr geehrte Frau Meier,

vielen herzlichen Dank für Ihren Bericht im Merkur vom 01.02.2021 über den EHS-Kranken Hans Zeh! Bitte gestatten Sie mir, Ihnen auch von meinem Werdegang und Leben als Elektrohypersensible zu berichten:

Ich bin Jelly Neuland* und ebenfalls elektrohypersensibel, nachdem ich 22 Jahre lang nahe einer wachsenden Schar Mobilfunkantennen wohnte. Nach zunehmenden Beschwerden und einer jahrelangen, kostspieligen Ärzte-/Heilpraktiker-Odyssee ohne Erfolg hatte ich das Glück, dass ein Kollege meine diversen Symptome deuten konnte: „ Das hört sich doch ganz nach Strahlen-Überempfindlichkeit an – google doch mal Elektrohypersensibilität“. – Und tatsächlich - meine 16 Symptome waren da gänzlich genannt. Und tatsächlich – ein bis zwei Tage ohne Strahlung, und weg waren meine Beschwerden!

Zunächst hatte ich 2011 nur einige Symptome gehabt – gelegentlich Kopfweh, Ohrenweh, Schwindel, Herz-Rasen, Sehnenentzündungen, Verdauungsprobleme, dann kamen Schlafstörungen und ständiger Juckreiz durch Austrocknung der Haut, Immun-Schwäche – alles noch irgendwie erträglich. 2018 aber drehte mein Körper durch: Nun war ich täglich geplagt von diesen Symptomen: Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Ohrenprobleme (Schmerzen, Tinnitus, Schwindel), Verdauungsstörungen, Herz-Rasen, Atemnot-Anfälle, Schwäche-Anfälle, Schweißausbrüche, Juckreiz am ganzen Körper durch Austrocknung, Gedächtnisverlust, Unterleibschmerzen, Schmerzen in Organen und in Nabel-Gegend, chronisch entzündete Sehnen, Fuß-Probleme, Restless Legs (Eisenmangel), Immun-Schwäche. - Es war die Hölle auf Erden. Das Schlimmste war, tagelang nicht schlafen zu können! Folge: Total-Ausfall des Kurzzeit-Gedächtnisses: Zwei Sekunden später weiß man nicht mehr, was 2 Sekunden vorher war – es ist praktisch wie starke Demenz! Diese verschwindet erst, wenn man ausschlafen kann – das gelingt aber nur, wenn man ein bis zwei Tage in strahlenfreier Umgebung verbringt!

Ich hatte wahnsinniges Glück, weil ich kurz darauf auf dem Land eine Wohnung ohne Strahlung fand - kein Wlan, kein Schnurlos-Telefon, kein Sendemast, keine Mitbewohner mit Handy, ….. Hier geht es mir gut. Mein eigenes Smartphone habe ich entsorgt – nicht mal mit Kabel will ich es noch betreiben, so sehr hat es mir zugesetzt.

Ich habe alles verloren: mein geliebtes Zuhause, meine Heimat, meine Hobbies, meinen Sport, meine Freunde, meinen Arbeitsplatz – denn auch im Büro: Strahlung, verbunden mit Schwächeanfällen, Kopfund Ohrenschmerzen, Unterleibschmerzen, Schweißausbrüchen, Bauchschmerzen, etc. …

Immer mehr Menschen haben bereits Symptome durch Strahlung – welche genau, hängt offenbar davon ab, welchen Strahlungen bzw. Strahlungsmix man ausgesetzt ist (dect-Telefon? Wlan? GSM? UMTS? LTE? etc.). Die wenigsten aber finden die Ursache. Ärzte können nicht helfen: Sie wissen nichts von Elektrohypersensibilität – zu neu! Oder aber sie leugnen EHS: Man wird zum Psychiater geschickt und soll Psychopharmaka nehmen. Diese helfen einem natürlich auch nicht weiter, denn die Probleme haben ja keine psychische Ursache, sondern sind physikalischer Natur …

Ich kann nur noch 1 x pro Woche kurz aus dem Haus gehen – zum Einkaufen. Mehr geht nicht. Für mich ist immer Lockdown – und das vermutlich lebenslänglich. Ich hoffe, dass mein Erspartes lange genug reicht, um die Miete hier zahlen zu können. Zur Zeit bilde ich mich weiter für eine Tätigkeit, die ich komplett vom Home Office aus machen könnte. Allerdings ist hier in meinem Dorf ein Sendemast geplant. Wenn der kommt, werde ich wahrscheinlich wieder fliehen müssen. Aber wohin nur? Es gibt keine unbestrahlten Orte mehr – selbst da, wo keine Masten stehen, ist Strahlung: Überall sind Leute mit Smartphones!

Zwar bin ich Mitglied im „Verein für Elektrosensible und Mobilfunkgeschädigte e. V.“ hier in München, aber auch unser Verein kann keine Zonen oder Räume ohne Strahlung herzaubern. Eins weiß ich sicher: Noch einmal werde ich den Horror der Symptome durch Strahlung nicht mehr überleben. Ich hatte bereits Krebs vor 10 Jahren, der entfernt werden konnte – die OP und Bestrahlung etc. waren ein Klacks gegen das, was man als EHS-Betroffener durchmacht, wenn man der Strahlung nicht entfliehen kann. Wir sind eine wachsende Minderheit, von der niemand wissen will: Zu unschön ist die Erkenntnis, dass Strahlung krank macht, zu unangenehm die Tatsache, dass Schlaflosigkeit an Smartphones & Co. liegen soll. – Dabei geht es auch ohne Strahlung, wenn auch mit etwas Komfort-Einbußen: Smartphones und Tablets lassen sich auch per Kabel betreiben, Wlan lässt sich ausschalten oder begrenzen (zeitlich, Leistung), und es gäbe bereits alternative Mobilfunk-Techniken ohne schädliche Strahlung: VLC , LiFi: Mobilfunk über Licht – also ohne Strahlennetz - ohne Sendemasten! Aber die Marktführer Telekom & Co. leben ja von der Bereitstellung des Strahlennetzes und werden sicherlich alles tun, um weiterhin ihre Sendemasten aufstellen zu können und deshalb die neuen Technologien verhindern!

Es wäre toll, wenn Sie diesen Beitrag abdrucken. Wir EHS-Betroffene wissen: Dieses Thema ist unerwünscht. Die Zahl der Betroffenen wird aber immer größer. Es werden immer mehr Menschen darauf kommen, was die Ursache ihrer Beschwerden ist. Und sie werden feststellen, dass diese Beschwerden mit dem 5G-Ausbau schlimmer werden. Sie werden weiterhin feststellen, dass die Verharmlosung von 5G völlig unfundiert ist, denn es gibt keine Testung, also keine Erkenntnisse zu 5G, und die vielen unabhängigen wissenschaftlichen Studien, die es bisher zu Mobilfunkstrahlung gibt, belegen die vielfältigen Schäden an Menschen, Tieren und Pflanzen. Wir Menschen sind hier die Versuchspersonen - das bisher geltende „Vorsorgeprinzip“ hat die EU kurzerhand als „veraltet“ erklärt.

Uns EHS-Betroffenen bleibt also nur zu hoffen, dass auch andere Menschen begreifen oder die Erfahrung machen, wie schädlich Strahlung ist. Solange dies alles unter den Teppich gekehrt wird und EHS als angeblich psychisches Problem kleingeredet wird, werden die Betroffenen weiterhin ums Überleben kämpfen müssen, und keinen interessiert es. „Schöne neue Welt!“ Traurige Grüße

Jelly Neuland*

* Name geändert, um negative Konsequenzen zu vermeiden


Elektrosensibilität: Schlafstörungen durch magnetische Strahlen?

Ein weiterer Bericht über Hans Zeh auf BR 24 vom 15.02.2021:

Elektrosensibilität: Schlafstörungen durch magnetische Strahlen?