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BioIntitiative fordert von der WHO die Einstufung der Mobilfunkstrahlung als Krebs erregend

Professor Hardell und sein Mitarbeiter Michael Carlberg verfassten eine neue Aufarbeitung der Forschungslage zur Auswirkung der Handynutzung auf die Entstehung von Hirntumoren. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Einstufung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von der Gruppe 2B "möglicherweise Krebs erregend" in die Gruppe 1 "Krebs erregend" erfolgen muss.

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Ärztekammern fordern Schutz vor Mobilfunkstrahlung

In der Erklärung von Nikosia fordern 'Zyprische Ärztekammer', die 'Österreichische Ärztekammer', 'Ärztekammer für Wien', sowie das 'Zyprische Nationale Komitee für Umwelt und Kindergesundheit' gemeinsam den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Handystrahlung, sowie das Verbot von WLAN an KiTas und Schulen.

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Zeitschrift umwelt-medizin-gesellschaft mit Schwerpunkt Umweltpolitik versus Umweltmedizin

Die Zeitschrift 'umwelt-medizin-gesellschaft' mit Ausgabe 4/2017, erscheint mit dem Schwerpunkt "Umweltpolitik vs. Umweltmedizin". Aufschlussreich ist auch der Beitrag um Chelat-Therapien mit DMPS und ein schönes Beispiel wie hartnäckig sich Falschinformationen halten können. Denn Chelat hilft….

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Wasserversorger wollen Dauerfunker erzwingen

Bayern will offenbar durch neue gesetzliche Regelungen Verbraucher zum Einbau funkender Wasserzähler zwingen. Auch wir haben eine ausführliche Stellungnahme an das Bayrische Ministerium des Innern verfasst und gegen die Gesetzesvorlage protestiert.

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Gegen Irrwege der Mobilfunkpolitik – für Fortschritte im Strahlenschutz

Eine neue Schrift der Kompetenzinitiative, die von 18 Organisationen des Gesundheits- und Umweltschutzes mit getragen wird, macht mobilfunkpolitische Fehlentwicklungen deutlich und fordert ein, was längst überfällig ist: Fortschritte im Strahlenschutz.

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Interview mit Prof. Lankau: Homeoffice statt Hörsaal - Digitalisierung von Uni und Schule

Bildung muss digital werden, behaupten Politik und Wirtschaft. Ob man so mehr und besser lernt, wird nicht diskutiert. Ralf Lankau, Professor für Medientheorie in Offenburg, macht die Entwicklung Sorge.

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Garmisch-Partenkirchen: Das nächste Bürgerbegehren

Die Mobilfunk-Skeptiker wollen in den kommenden Tagen die Unterschriftenlisten ihres Bürgerbegehrens im Rathaus abgeben.

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WLAN im Auto beeinflusst Gehirnströme - Bericht in RTL über Studie der Uni Mainz

Am 28.10. 2017 lief in RTL-Explosiv Weekend ein Bericht über einen wissenschaftlichen Versuch, bei dem die Strahlenbelastungen auf das Gehirn im Automobil gemessen wurden. RTL bezeichnet die Ergebnisse als alarmierend. Tatsächlich, nach dem Einschalten der Autoelektrik, insbesondere von WLAN, verändern sich die Gehirnströme.

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Veranstaltungen des Vereins

08.01.2018 Stammtisch Januar
05.02.2018 Stammtisch Februar
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Mit freundlicher Unterstützung:

Eine aktuelle Einschätzung der Situation mit sehr guten, eindeutigen politischen Forderungen hat Peter Hensinger, Vorstandsmitglied für den Bereich Wissenschaft von Diagnose-Funk e.V. innerhalb einer Vortragsveranstaltung in Emmendingen (Raum Freburg) gehalten, die wir gerne veröffentlichen":

Smartphone & Tablet - Hype, WLAN Hot Spots & Mobilfunkmasten - ein Gesundheitsrisiko?

Impulsbeitrag Peter Hensinger / Mitglied im BUND - KV - Vorstand Stuttgart & im Vorstand von Diagnose-Funk e.V. im Rahmen einer Veranstaltung der GRÜNEN, KV Emmendingen / 15. Juli 2013 (ausgearbeitete Fassung; es gilt das gesprochene Wort.)


Liebe Frau Bundestagskandidatin Granderath, liebe BesucherInnen,

ich freue mich über die Einladung und vor allem, dass die GRÜNEN in Emmendingen zum Thema Mobilfunk eine Veranstaltung durchführen.

Wie kommt es, dass Menschen in ganz Deutschland die Mobilfunktechnologie kritisieren, über 30% besorgt über die Gesundheitsgefahren sind? Ist es nicht so, dass diese Technologie unser aller Leben verändert und Millionen Menschen sie begeistert nutzen, auf ihr Handy, SmartPhone, Tablet PC und mobiles Internet nicht mehr verzichten wollen? Sind wir also gegen den technischen Fortschritt? Natürlich nicht!

Die meisten von Ihnen werden die Kritik am Autoverkehr und seinen Folgen teilen und Alternativen einfordern. Das Auto mutierte vom Symbol des Fortschritts zu einem Symbol des Klimawandels, des CO2-Ausstoßes, Landschafts-verbrauchs und der Feinstaubbelastung. Ähnlich ist es beim Flugzeug. Auch die verheerenden Folgen der Billigfliegerei für die Ozonschicht und den Klimawandel kritisieren wir.

Kann man bei Technologien, die nützlich, ja revolutionär sind, aber zunehmend der Gesundheit schaden, einfach weiter von Fortschritt reden? Sie werden zum Rückschritt, wenn sie nur nach dem Profitprinzip vermarktet werden.
Die Mobilfunk-Technologie wurde eingeführt in dem vollen Wissen darum, dass sie schädlich ist. Aus der Militär-forschung, vor allem in den USA, der ehemaligen DDR und aus hunderten russischen Forschungen wussten auch die deutschen Behörden, dass die nicht-ionisierende Strahlung des Mobilfunks krank machen kann.1

Darüber ging die Industrie hinweg. Sie witterte ein Riesengeschäft. Viele von uns fragten sich Anfang dieses Jahrtausends, warum im Jahr 2001 die Wahnsinnssumme von 50 Milliarden Euro für die UMTS-Lizenzen an die Bundesregierung bezahlt wurde. Diese 50 Milliarden machten den Weg frei für eine fast ungeprüfte Vermarktung des Mobilfunks.

Verkaufte Gesundheit

Wir haben es bei der Strahlenbelastung mit drei Hauptquellen zu tun: Den Mobilfunkmasten ( GSM, UMTS, LTE, TETRA), den Millionen WLAN HotSpots, und den Endgeräten (DECT-Telefone, SmartPhones, Tablets.). Die SmartPhones und Tablets, wurden zu einem Hype, zum unverzichtbaren Lebens - Bestandteil, man muss sie haben. Der Sozialpsychologe Harald Welzer schreibt:

„Konsumismus ist heute totalitär geworden und treibt die Selbstentmündigung dadurch voran, dass er die Verbraucher, also Sie, zu ihren eigentlichen Produkten macht, indem er Sie mit immer neuen Wünschen ausstattet, Wünsche, von denen Sie vor kurzem nicht einmal ahnten, dass Sie sie jemals hegen würden.“2

Und diese Wünsche nach SmartPhones und TabletPCs und ihren Anwendungen sind heute so stark, dass man Risiken wegen des kurzfristigen Nutzens verdrängt. Und niemand – außer Bürgerinitiativen - klärt über die Risiken auf, die inzwischen durch hunderte Forschungsergebnisse bestätigt werden. Lassen Sie mich einige besonders brisante

Beispiele herausgreifen, die v.a. die Kinder und Jugendlichen betreffen:

  • Das renommierte ECOLOG-Institut veröffentlichte 2011 seinen Forschungsüberblick über die Schädlichkeit der Handystrahlung für die Spermien.3 Das Ergebnis ist eindeutig: von 27 Studien berichten 22 von schädigenden Effekten. Dieses Ergebnis ist bedeutend, denn: Die neuen Geräte, v.a. die SmartPhones und TabletPC‘s werden v.a. in der Nähe der Fortpflanzungsorgane genutzt, der Laptop auf dem Schoß, das Handy in der Hosentasche.
  • Dass eine Krebsgefahr von der Mobilfunkstrahlung ausgehen kann, wird auch immer deutlicher. Neueste Forschungsergebnisse, z.B. über die Handynutzung von mehr als 10 Jahren bei Vieltelefonierern zeigen ein bis zu 5-fach erhöhtes Krebsrisiko. Was kommt auf die Kinder zu, die heute oft schon als Kleinkind ihr Handy oder funkende Spiele stundenlang nutzen - also Vieltelefonierer sind? 4 Doch es bleibt nicht bei Erkenntnissen im Labor: In Italien hat jetzt das höchste Gericht in Rom einem Angestellten bestätigt, dass sein Hirntumor vom Dauertelefonieren kommt und ihm eine Entschädigung zugesprochen.
  • In der Zeitschrift Umwelt-Medizin-Gesellschaft 4/2012 und 1/2013 wurden Artikel publiziert, die Zusammenhänge zwischen Mobilfunknutzung, Multisystemerkrankungen, Zellstress und Burn-Out untersuchen und bestätigen.5
  • Die Haupt-Strahlenbelastung – v.a. für Kinder und Jugendliche – geht von SmartPhones und TabletPCs und deren WLAN-Strahlung aus. Um die steigende Datenflut zu bewältigen, plant die Telekom den Aufbau eines Deutschland weiten WLAN – Netzes mit 2,5 Millionen HotSpots. Die WLAN HotSpots werden LTE ergänzen und die Strahlenbelastung nochmals enorm erhöhen. Dadurch bekommen die Forschungsergebnisse zu WLAN eine besondere Bedeutung. Diagnose – Funk e.V. hat im Brennpunkt „Tablet-PCs und andere WLAN-Geräte: Ein Bildungs- und Gesundheitsrisiko für Kinder und Jugendliche“ eine Studienrecherche ( 38 Studien) zu WLAN veröffentlicht, die das gesundheitschädigende Potential nachweist. Am 22.05.2013 veröffentlichte das WIK (Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste), das von der Mobilfunkindustrie und der Bundesregierung getragen wird, ebenfalls Ergebnisse von WLAN-Studien unter dem Titel „Vier experimen-telle Studien zu oxidativem Stress induziert durch 2,45 GHz Mikrowellen-Exposition“. Diese Forschungen zeigen: Die nichtionisierende Strahlung des Mobilfunks führt auf indirektem Weg zu Zellschäden, u.a. ist sie über die Generierung von Freien Radikalen an der Auslösung vieler Krankheiten, die auf Oxidativem Stress beruhen, beteiligt.6


Es bestätigt sich, was Müller-Wohlfahrt, der Mannschaftsarzt der Deutschen Fußball Nationalmannschaft und von Bayern München schon 2003 in seinem Buch über Freie Radikale vorhersagte:

„ Die gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung, wie sie vor allem von Handys, aber auch von Sendemasten… ausgeht, werden seit einigen Jahren äußerst kontrovers diskutiert. Ihr werden die verschiedensten Krankheiten zugeschrieben – von Leukämie über Gehirntumoren bis hin zu Allergien und Immunschwächen. Auch wenn ein genauer Nachweis noch auf sich warten lässt, scheinen hier Freie Radikale des Rätsels Lösung zu sein. Vielleicht reagieren Personen unter oxidativem Stress sensibler auf elektromagnetische Felder.“7
Müller – Wohlfahrts Vermutung wird inzwischen durch dutzende Forschungsergebnisse bestätigt.8


Die von der Telekom geplanten kostenfreien Millionen WLAN - HotSpots werden die TabletsPC und SmartPhone Nutzung für Kinder und Jugendliche noch attraktiver machen und neue Konsumenten erzeugen. Dieser Trend wird sich dadurch verstärken, dass v.a. Online genutzte TabletPCs die Schulbücher ersetzen sollen. Das will die Bundes-regierung. Eine zeitlich ausgedehnte und körpernahe Strahlungs -Exposition wird die Folge sein. 9
Über die Nutzung der Endgeräte kann jeder individuell entscheiden. Doch die Dauer - Bestrahlung durch Mobilfunk-Sendeanlagen, die Durchstrahlung unserer Wohnungen, ist faktisch eine Zwangsbestrahlung. Zu den Auswirkungen der Mobilfunkmasten möchte ich folgende Studien erwähnen:

  • Die Selbitz Studie (2010)10 hatte das Ergebnis: Je näher man an der Sendestation wohnt, desto mehr treten unspezifische Krankheitssymptome auf, wie z.B. Kopfschmerzen, Schlafstörungen.
  • Die Rimbach-Studie.11 In Rimbach wurden vor der Aufstellung des Mastes und danach über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren klinische Parameter getestet. Das Ergebnis: Die Hormone des Stresssystems: Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin (Katecholaminsystem, Hormone, Neurotransmitter) veränderten sich.
  • Die Nailaer-Ärzte-Studie.12 Sie hatte das Ergebnis: Die Krebsfälle im 400 - Meter Bereich um eine Sendeanlage verdoppelten sich von 1994 bis 2004, von 1999 bis 2004 verdreifachten sie sich, das Alter der Erkrankten verjüngte sich um 8,5 Jahre.

Der Protest gegen den Antennenwildwuchs ist berechtigt. Um die Strahlenbelastung in den Kommunen zu minimieren, müssen Mobilfunk – Vorsorgekonzepte verbindlicher Standard werden.

Mobilfunk funkt dazwischen

Warum kommt es zu diesen Zellschädigungen? Strahlung ist Bestandteil des Lebens. Elektromagnetische Felder sind auf der Erde natürlicherweise vorhanden und haben sich über Jahrmillionen wenig verändert. Sie besitzen beim Menschen hinsichtlich der Zell-, Gehirn- und Herzaktionsströme eine lebensentscheidende Bedeutung. Bei Tieren üben sie wichtige Funktionen in der Orientierung aus, v.a. bei Bienen, Vögeln und Fischen. Damit zählen diese Felder zu den natürlichen Lebensgrundlagen. Durch die flächendeckende Nutzung der Mobilfunk-Kommunikation ist heute jeder Mensch und die gesamte Umwelt einer völlig neuen Art von künstlich erzeugter Strahlung ständig ausgesetzt, deren Stärke millionenfach über der natürlichen liegt.

Mobilfunkstrahlung funkt gerade in den Frequenzen, in denen die Zellen der Lebewesen kommunizieren. Sie wirkt als Störstrahlung in den Zellen, weil sie als natürliche Strahlung vor der Erfindung und Nutzung der Funktechnologie in der Umwelt nur in geringster Intensität existierte.13

Mein Fazit: Wir wissen heute über das Schädigungspotential des Mobilfunks Bescheid.14 Die Nachweise sind inzwischen so vielfältig, dass auch bedeutende Institutionen die Regierungen auffordern, diesen Stand der Forschung nicht mehr zu ignorieren und eine Aufklärungs- und Vorsorgepolitik zu betreiben.
Aber die Behörden schützen sich gegen die Kritik mit einem Totschlagargument:

Die Grenzwerte würden doch eingehalten!

Ja und? – frage ich da zurück. Hören Sie endlich auf mit diesem Textbaustein. Denn: Der Grenzwert ist ein Bluff. Die Bundesregierung selbst hat bestätigt, dass die Grenzwerte keine medizinische Schutzkomponente enthalten. Die Grenzwerte schützen und legitimieren den ungehinderten Ausbau des Mobilfunks.15 Es liegen hunderte Forschungsergebnisse vor, die unterhalb der Grenzwerte Schädigungen nachweisen.16
Europaweit weigern sich Versicherungsgesellschaften, den Mobilfunk gegen Strahlenschäden unterhalb der angeblich ausreichend schützenden Grenzwerte zu versichern. Und eine Krankenversicherung rät inzwischen sogar, mobile Schnurlos-Telefone im Haus abzuschaffen (soweit möglich). Klarer kann ein Risiko nicht bestehen; unsicherer als unver-sicherbar kann ein (Grenz-)Wert nicht sein.17

Diagnose - Funk fordert hier gemeinsam mit dem BUND eine drastische Senkung der Grenzwerte :
Wir fordern 1 μWatt/m2 als medizinischen Vorsorgestandard und 100 μWatt/m2 als Gefahrenabwehr!

Lassen Sie mich noch etwas zum zweiten Argument der Bundesregierung sagen, das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm (DMF) hätte die Unschädlichkeit der Mobilfunkstrahlung bewiesen! Dazu muss ich einen Satz aus dessen Abschlussbericht zitieren:
„Ebenfalls nicht abschließend zu klären ist die Frage nach Langzeitwirkungen am Menschen, v. a. über einen Zeithorizont von 10 Jahren hinaus, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder.“ (DMF-Abschlussbericht 2008, S.41).
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen:

  • Langzeitwirkungen seien nicht bekannt
  • Auswirkungen auf Kinder seien nicht bekannt18

Ja was ist jetzt? Alles ist sicher – aber über Langzeitwirkungen könne man noch nichts sagen! Würde bei einem solchen Ergebnis ein Medikament zugelassen?


Es gab frühe Warnungen

Die Bundesregierung bestätigt also mit diesen Aussagen selbst, dass sie uns einem Feldversuch aussetzt. Wir fragen: Was ist, wenn die Folgen, vor denen heute bereits massiv gewarnt wird, eintreten?

Sich mit Strahlung zu befassen, ist nichts Esoterisches. Wir haben schließlich dafür ein Bundesamt, das Bundesamt für Strahlenschutz. Dort wurden auf Sachbearbeiterebene die „Leitlinien Strahlenschutz“ (2005) erarbeitet, in denen gegen die „unkontrollierte Exposition“ durch den Mobilfunk regelrecht protestiert und Regelungen eingefordert wurden.

Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz forderte in einer Rede (2006) weitere Forschung und die Anwendung von Minimierungskonzepten durch eine integrierte Netzplanung. Die Grundlagen waren mit dem MiniWatt-Programm19 der Bundesregierung bereits erarbeitet. In der Diskussion war z.B. ein gemeinsames Netz für alle Betreiber, ein Minimierungsgebot durch Anwendung neuester Technik. 20

Und die Bundesregierung hatte sogar vorausschauend in den 90er Jahren eine Forschungsauswertung über mögliche gesundheitliche Langzeitwirkungen in Auftrag gegeben. Das Ergebnis war eindeutig: Langzeitschäden durch die Strahlenbelastung sind wissenschaftlich nachgewiesen. Das von Prof. Hecht / Charité erstellte Gutachten durfte jedoch nicht publiziert werden.21 Der Bundesregierung lagen dazuhin die Ergebnisse der Militärforschung aus der DDR und ehem. Sowjetunion und die kontroverse Debatte in den USA vor, in der das Gefahrenpotential analysiert und bestätigt wird. (Siehe Anmerkung 1)

Es ist auffällig, dass in Deutschland in den Studien zur Mediennutzung von Jugendlichen dieser Bereich der Gesundheitsgefährdungen – außer der Mediensucht – nicht untersucht wird. Die russische Strahlenschutzkommission (RNCNIRP) untersuchte u.a. die Entwicklung von Krankheiten von 15 – 17 jährigen Jugendlichen von 2000 – 2009. Das Ergebnis sind enorme Anstiege:

+ 85 % Störungen des zentralen Nervensystems
+ 36 % Epilepsie oder epileptischen Erkrankungen
+ 11 % geistige Entwicklungsverzögerung
+ 82 % Bluterkrankungen und Störungen des Immunsystems (bei Kindern unter 14 Jahren)
+ 58 % Neurologische Störungen (bei Kindern unter 14 Jahren)

Die RNCNIRP führt das mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Handy-Nutzung zurück. 22 Neuere Untersuchungen bringen auch das Ansteigen von ADHS damit in Verbindung.23

Die Ergebnisse der Industrie-unabhängigen Forschung

Die mit großem Aufwand betriebene Verteidigung des Produkts Mobilfunk hat Risse. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit legten führende Institute gemeinsame Forschungsüberblicke vor (BioInitiative Report 2007 und 2012, ICEMS-Monografie, AUVA-Report, RNCNIRP-Resolution und RNCNIRP-Appell),24 die die Politik zum Handeln brachten:

Das Europaparlament (Beschluss2008/2211(INI) vom 2. April 2009) fordert die Regierungen zur Grenzwertsenkung auf, weil angesichts der zunehmenden Belastung durch unnatürliche elektromagnetische Felder v.a. Kinder und Schwangere durch die Grenzwerte nicht mehr geschützt sind, es fordert Aufklärungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche, funkfreie Zonen für Elektrosensible. Auch der Europarat fordert 2011 in einem umfangreichen Beschluss eine Vorsorgepolitik mit einem detaillierten Maßnahmenkatalog.

Die International Agency for Research on Cancer (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft 2011 die nichtionisierende Strahlung „von Mobiltelefonen möglicherweise als krebserregend für den Menschen (Gruppe 2B), bezogen auf ein erhöhtes Risiko für ein Gliom, einer bösartigen Form von Hirntumor", ein. An der Untersuchung des IARC haben 31 Wissenschaftler aus 14 Ländern mitgewirkt. Schwedische und israelische Wissenschaftler gehen von einem 2 bis 5 fachen Krebsrisiko für Vieltelefonierer aus.25 “Viel telefonieren“ ist definiert als eine halbe Stunde täglich!

Sehr bedeutend: Die Europäische Umweltagentur (EUA) nahm im Januar 2013 den Mobilfunk in ihren Risiko-Katalog auf. In der Presseerklärung der EUA heißt es:
„Neue Technologien haben mitunter sehr schädliche Auswirkungen, in vielen Fällen aber werden frühe Warnzeichen unterdrückt oder ignoriert. Der zweite Band von "Späte Lehren aus frühen Warnungen" untersucht spezielle Fälle, bei denen Warnsignale unbeachtet geblieben sind, die in einigen Fällen zu Tod, Krankheit und Umweltzerstörung geführt haben… Der Bericht berücksichtigt auch Warnsignale, die sich aus derzeit gebräuchlichen Technologien abzeichnen, einschließlich Mobiltelefonie, genetisch veränderter Organismen und Nanotechnologie… Der Bericht empfiehlt die breitere Anwendung des "Vorsorgeprinzips", um Gefahren aus neuen und weitgehend ungetesteten Technologien und Chemikalien zu reduzieren.“26
Damit hat eine oberste EU-Behörde den Mobilfunk auf die Agenda gesetzt. Der Mobilfunk wird als „Emerging Issue“ behandelt, d.h. als entstehendes, aufkommendes Risiko eingeordnet.

Auf der Anhörung im Umweltausschuss des deutschen Bundestages am 27.02.2013 forderten die unabhängigen Sachverständigen eine Grenzwertsenkung, Regelungen für Endgeräte und eine Vorsorgepolitik.27

Diagnose-Funk fordert die Bundesregierung und die Parteien auf:

Nehmen Sie endlich zur Kenntnis, was der Europarat, das Europaparlament, die Europäische Umweltagentur, der BUND und Diagnose-Funk e.V. fordern:

  • Eine drastische Senkung der Grenzwerte. Aber nicht nur einfach eine formale Alibi - Absenkung:
    Wir fordern die Einführung medizinischer Vorsorgewerte, die dem Stand des Wissens entsprechen.

Wir fordern, dass endlich die nicht - thermischen Wirkungen der Strahlung in die Beurteilung einbezogen werden.
Und es kann nicht sein, dass durch Mobilfunk, UMTS, LTE oder TETRA – Masten jede Wohnung durchstrahlt wird:

  • Wir fordern den Schutz der Wohnung vor ungewollter Durchstrahlung!

Das wäre heute schon möglich, ohne dass das Telefonieren eingeschränkt werden muss. Ein erster Schritt wäre die Trennung der Indoor – und Outdoor Versorgung, ein zweiter Schritt zur Strahlenminimierung wäre, dass wir nicht durch 14 parallele Netze bestrahlt werden, wir brauchen auch nicht für jede Automarke eine eigene Autobahn. Diagnose-Funk e.V. hat dazu ein Konzept vorgelegt. Kommunale Mobilfunk-Vorsorge Konzepte müssen zum Standard werden.28

Und es kann nicht sein, dass Kinder und Jugendliche schutzlos dem Millardengeschäft ausgeliefert werden, sie sich mit SmartPhones, TabletPCs und Spielen und dem mobilen Surfen im Internet stundenlang täglich selbst schädigen. Wir fordern deshalb:

  • Eine Medienerziehung muss Bestandteil des Unterrichts werden, und dabei muss über die Gesundheitsgefahren aufgeklärt werden.Es kann nicht nur darum gehen, die Nutzung dieser Geräte zu lernen. Viel wichtiger ist, ihre Vor-und Nachteile zu kennen und alle Medien sinnvoll und zielgerichtet zu verwenden.
  • Für alle Endgeräte braucht es gesetzliche Regelungen zur zulässigen Strahlungsstärke und ein Minimierungsgebot.


Warum diese Fragen nicht zum öffentlichen Thema werden, ist einfach zu beantworten. Alle meinungsbildenden Medien, wie Fernsehen, Zeitungen und die Regierung sind am Geschäft beteiligt. Die Telekom beschäftigt allein in Berlin 100 Lobbyisten, um die Bundestagsabgeordneten, die Ministerien und die Regierung auf Linie zu bringen.

Dieser Lobbyismus, ein Krebsgeschwür in unserer Demokratie, muss aufhören. Diagnose-Funk e.V. begrüßt es deshalb sehr, dass vor allem Politiker und Abgeordnete der Grünen sich mit Mut gegen den Mainstream stellen.

Und man muss wissen: Dieselben Lobbyisten in den Ministerien, die uns jahrzehntelang über die Gefahren der Atomkraft getäuscht haben, leiten heute den Strahlenschutz im Bereich elektromagnetische Felder, also auch im Mobilfunk.29 Ich frage immer die SmartPhoneFreaks in der Umweltbewegung, auch bei den GRÜNEN: Bei der Atomkraft glaubt ihr den Entwarnungsgutachten der Regierung natürlich nicht, warum glaubt ihr beim Mobilfunk so gern den Entwarnungen der Behörden?

Elektrohypersensibilität

Es gibt eine große Anzahl an Menschen, die von dieser Strahlung direkt krank werden. Durch TETRA, LTE und WLAN-HotSpots werden ihnen noch die letzten strahlungsarmen Gebiete weggenommen. Es werden sogenannte „Experten“ aufgefahren, die „beweisen“, dass Elektrosensibilität eine Einbildung sei. Und die Betroffenen sollen nun selbst nachweisen, dass sie „krank“ sind. Minderheitenschutz erleben Elektrosensible als Fremdwort. Die elektrohyper-sensiblen Menschen müssen an mehreren Fronten kämpfen. Sie schaffen das meist angesichts ihrer Krankheit nicht. Wichtige Maßnahmen wären hier: Funkfreie Gebiete müssen erhalten oder geschaffen werden, im ÖPNV muss es funkfreie Bereiche geben und Elektrosensibilität als Krankheit anerkannt werden. Die Schweden und die Österreichische Ärztekammer haben hier Zeichen gesetzt.30

Die Alternativen: Statt LTE – Glasfaser / VLC statt WLAN

Das LTE – Mobilfunk - Netz wird gerade mit Hochdruck aufgebaut, v.a. um überall das mobile Internet zu ermöglichen und den Autoverkehr zu vernetzen. Das wird die Strahlenbelastung enorm erhöhen. Auf dem Land soll die billigste Lösung eingesetzt werden: Internet-Versorgung über LTE-Strahlung. Wir ermutigen alle Kommunen: LTE ist nicht alternativlos. Lehnen Sie LTE-Lösungen ab, fordern Sie die Anbindung an das Glasfasernetz. Es ist ermutigend: Viele Gemeinden machen dies schon in Eigeninitiative. In vielen Bundesländern wird dies heute schon finanziell gefördert, aber es muss noch mehr getan werden.
Auch zur mikrowellenbasierten Mobilfunktechnologie gibt es Alternativen. Es sind bereits optische Übertragungs-technologien entwickelt, die wahrscheinlich unschädlich, energiesparend, abhörsicher und dazu technisch überlegen sind – sie können höhere Datenraten übertragen - und deren Einführung gefördert werden sollte. In einem Landtagsarbeitskreis in BaWü wurde auf Initiative des Abgeordneten Thomas Marwein (Grüne) die LED - lichtbasierte VLC (Visible Light Communication)- Technik vom Heinrich-Hertz-Institut Berlin vorgestellt, die unserer Meinung nach bei entsprechender Förderung sehr schnell zur WLAN - Alternative in der Indoor – Versorgung werden kann.31

Diagnose-Funk sagt klar:
Die gesundheitsschädigende Mikrowellen-Technologie hat keine Zukunft, sie muss so schnell wie möglich ersetzt werden. Neue zukunftsfähige Technologien müssen in der Forschung gefördert und zur Anwendungsreife gebracht werden. Bis dahin sind an der bestehenden Technik emissons - minimierende Maßnahmen umzusetzen.

Doch natürlich stellt sich von uns jeder die Frage: angesichts der scheinbaren Übermacht der Industrie, ihrem Einfluss auf die Politik, die Medien und angesichts der Akzeptanz der Mobilfunks in der Bevölkerung, haben wir da mit unserer Kritik und Vorschlägen für Alternativen Aussicht auf Erfolg? Es ist zunächst nicht eine Frage des Erfolgs, sondern der Anerkennung der Tatsachen und der Pflicht des Staates zu einer Vorsorgepolitik.

Gerade deshalb,

  • weil nahezu jeder Einwohner in Deutschland diese Technologie meist ohne Gefahrenbewusstsein nutzt
  • weil wir einer Phalanx von Industrie, Medien und Behörden gegenüberstehen, die es verhindert, dass die Bürger über die Risiken dieser Technologie aufgeklärt werden
  • weil vor allem die Kinder und Jugendlichen Risiken ausgesetzt werden, die sich verheerend auf ihre Entwicklung auswirken können
  • weil es kein wirklicher technischer Fortschritt ist, uns Gesundheitsrisiken auszusetzen
  • weil diese Technologie, vor allem die Aufstellung von Sendemasten, durchgesetzt wird, ohne demokratische Spielregeln zu beachten

gerade deshalb ist eine Aufklärungsarbeit notwendig. Dazu braucht es starke Organisationen, die dies organisieren und mutige Politiker, die gegen den Mainstream, auch in der eigenen Partei, schwimmen.

Der BUND schreibt in seinem Positionspapier 46 von 2008: „Die Gesundheit der Menschen nimmt Schaden durch flächendeckende, unnatürliche Strahlung mit einer bisher nicht aufgetretenen Leistungsdichte. Kurz und langfristige Schädigungen sind absehbar und werden sich vor allem in der nächsten Generation manifestieren, falls nicht politisch verantwortlich und unverzüglich gehandelt wird.“32

Wir dürfen unsere Gesundheit und vor allem die der Kinder und Jugendlichen nicht verkaufen lassen – wir müssen eine Vorsorge- und Verbraucherschutzpolitik und die Entwicklung umwelt-und gesundheitsver-träglicher Funktechnologien fordern!

Weitere Informationen auf: www.diagnose-funk.de www.mobilfunkstudien.de


Verweise:

1 H.J.Cook, N.H.Steneck, A.J.Vander and G.L. Kane: Early research on the biological effects of microwave radiation: 1940-1960 in: Annals of Science, Vol 37, Number 3, May 1980. Hecht, Karl: Der Wert der Grenzwerte für Handystrahlen, 2009. Eine Gesamtdarstellung der Grenzwertproblematik Online-Publikation der Kompetenzinitiative e.V. auf www.broschuerenreihe.net. Steneck, Nicholas H. The Microwave Debate.1984, Massachusetts Institute of Technology . Steneck et al.: The Origins of U.S. Safety Standards for Microwave Radiation, Science Vol. 208, 1980.
Wenzel, Klaus-Peter: Zur Problematik des Einflusses von Mikrowellen auf den Gesundheitszustand des Funkmesspersonals der Nationalen Volksarmee, Greifswald, 1967
2 Harald Welzer: Selbst Denken, 2013, S.16
3 „Unfruchtbarkeit beim Mann als mögliche Folge der Nutzung von Mobiltelefonen“ Hartmut Voigt , EMF - Monitor 5/2011 (Oktober)
4 Sadetzki S et al.: Cellular phone use and risk of benign and malignant parotid gland tumors-a nationwide case-control study. Am J Epidemiol 2008; 167(4): 457–467. Carlberg M, Hardell L : On the association between glioma, wireless phones, heredity and ionising radiation. epidemiol. Pathophysiology 2012; 19 (4): 243 – 252. D.L. Davis et al., Swedish review strengthens grounds for concluding that radiation from cellular and cordless phones is a probable human carcinogen, Pathophysiology (2013), http://dx.doi.org/10.1016/j.pathophys.2013.03.001
Siehe dazu auch die neue EUA Veröffentlichung „ Late Lessons form early warnings“ mit einem ganzen Kapitel zum Thema Gehirntumoren: http://www.eea.europa.eu/publications/late-lessons-2
5 Warnke/ Hensinger: Steigende „Burn-out“- Inzidenz durch technisch erzeugte magnetische und elektromagnetische Felder des Mobil - und Kommunikationsfunks, umwelt-medizin-gesellschaft 1-2013; Download:
http://mobilfunkstudien.de/dokumentationen/v-z/warnke-mobilfunk-foerdert-stress-und-burn-out.php
Die industrieunabhängige Wissenschaft bestätigt weitere potentielle Gesundheitsgefahren: Kopfschmerzen, Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit, Erschöpfungssyndrom, Spermienschädigung, Embryonenschädigung, Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, Hemmung der Krebsreparatur bis hin zur DNA–Brüchen und Krebsgefahr. Diese Erkenntnisse werden durch Ärzteverbände bestätigt, insbesondere durch die Österreichische Ärztekammer.
6 http://www.diagnose-funk.org/aktuell/brennpunkt/experten-warnen-vor-digitalen-medien.php; WIK-Newsletter 101: http://www.wik-emf.org/emfbrief.html
7 Müller – Wohlfahrt: So schützen Sie Ihre Gesundheit, 2003, S. 89
8 Eine aktuelle Studienrecherche zu Oxidativem Stress & Mobilfunk verfassten Warnke/ Hensinger, s. Anm.5
9 Heute wird nicht Thema sein das Gefährdungspotential, das aus neurobiologischer, lern-und entwicklungspsychologischer Sicht besteht, wie es Manfred Spitzer (Digitale Demenz) und Paula Bleckmann (Medienmündig) nachweisen. Prof. Manfred Spitzer stellt in seinem Buch „Digitale Demenz“ entsetzt fest, dass in den Enquete-Kommissionen der Bundesregierung die Industrie-Lobbyisten die Feder führten, wissenschaftliche Erkenntnisse keine Rolle spielten und die Politik selbst seine Analysen und Ratschläge einfach ignoriert. Im Kapitel 13 seines Buches „Digitale Demenz“ beschreibt er diese für ihn ernüchternde Erfahrung.
10 Horst Eger und Manfred Jahn: Spezifische Symptome und Mobilfunkstrahlung in Selbitz (Bayern) – Evidenz für eine Dosiswirkungsbeziehung, umwelt-medizin-gesellschaft, 2/2010
11 Buchner/Eger: Veränderung klinisch bedeutsamer Neurotransmitter unter dem Einfluss modulierter hochfrequenter Felder - Eine Langzeiterhebung unter lebensnahen Bedingungen, umwelt- medizin-gesellschaft, 24/2011
12 Eger, Horst et al.: Der Einfluß der räumlichen Nähe von Mobilfunksendeanlagen auf die Krebsinzidenz, umwelt- medizin-gesellschaft, 4/2004
13 Die natürliche Hintergrundstrahlung beträgt z.B. ca. 0,000.000.5 Mikrowatt pro Quadratmeter (μWatt/m2). In Städten sind heute Strahlungspegel von 10 bis mehrere 10.000 μWatt/m2 die Regel. Nicht selten liegt der Strahlenbelastung in oberen Stockwerken auch weit über 100.000 μWatt/m2, beim Telefonieren können es am Kopf einige tausend bis zu 10.000.000 μWatt/m2 sein, das zig-Milliardenfache der Dosis, an die unser Organismus evolutionär angepasst ist. Allein im Mobilfunkbereich sind wir inzwischen einem Frequenzmix von mehr als ein Dutzend parallel betriebener Netze ausgesetzt.
14 Darstellungen des Wirkmechanismus: Dr.H.-P.Neitzke, ECOLOG-Institut: Einfluss schwacher Magnetfelder auf Biologische Systeme: Biophysikalische und biochemische Wirkungsmechanismen, EMF – Monitor 2012; Ulrich Warnke: Ein initialer Mechanismus zu Schädigungseffekten durch Magnetfelder bei gleichzeitig einwirkender Hochfrequenz des Mobil- und Kommunikationsfunks“, umwelt-medizin-gesellschaft 3-2009; Desai et al.: Pathophysiologie der Mobilfunkstrahlung: Oxidativer Stress und Karzinogenese mit dem Studienschwerpunkt auf dem männlichen Fortpflanzungssystem, umwelt-medizin-gesellschaft 3-2010; Warnke/ Hensinger: Steigende „Burn-out“- Inzidenz durch technisch erzeugte magnetische und elektromagnetische Felder des Mobil - und Kommunikationsfunks, umwelt-medizin-gesellschaft 1-2013
Diese Artikel stehen auf www.mobilfunkstudien.de zum Download.
15 Eine ausführliche Grenzwertkritik im Diagnose-Funk Brennpunkt: http://www.diagnose-funk.org/aktuell/brennpunkt/grenzwerte-haben-keine-schutzfunktion.php
16 Dokumentiert auf www.mobilfunkstudien.de
17 „Keine Versicherung des Mobilfunks“: Die ZEIT/Le Monde vom 17.11.2008: „Das Risiko ist nicht versicherbar“, so Jean-Luc Besson, Chief Risk Officer des französischen Rückversicherers SCOR zu Gefahren von Mobiltelefonstrahlung - www.zeit.de/online/2008/47/handystrahlung-interview; zuletzt Lloyds, London, November 2010 Report: „Electro-Magnetic Fields From Mobile Phones: Recent Developments“. - Für den Kabelvorrang: Die Continentale BKK; Mitgliedermagazin puncto Nr. 2 2013 | ZKZ 83855 | 64. Jahrgang; S. 3, 10/13: „Elektrosmog | Gesunder Umgang mit Handy & Co.“ mit einem Vorwort des Vorstandsvorsitzenden zur Vorsorge!
18 Siehe dazu den Forschungsbericht zu Kindern: Gesundheitsgefahren durch Mobilfunk: Warum wir zum Schutz der Kinder tätig werden müssen, 2012; Download: http://www.kompetenzinitiative.net/broschuerenreihe/mobilfunk-zum-schutz-der-kinder-taetig-werden/index.html
19 BMBF Vorhaben Alternative Funksysteme mit minimaler Strahlungsleistungsdichte im digitalen Rundfunk, Mobilfunk, drahtlosen LANs miniWatt koordiniert und vorgelegt von Prof. Dr.-Ing. Werner Wiesbeck Institut für Höchstfrequenztechnik und Elektronik Universität Karlsruhe (TH) für das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn, den 18. März 2003. Mobilkommunikation und Rundfunk der Zukunft Konzepte zur Minimierung der Exposition der Bevölkerung durch elektromagnetische Felder Projektträger für das BMBF im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, 2004.
20 Diagnose-Funk Brennpunkt: Mobil und risikoarm kommunizieren, 2013
21 Hecht, Karl: Biologische Wirkungen Elektromagnetischer Felder im Frequenzbereich 0 – 3 GHz auf den Menschen, Studie russischer Literatur von 1960 – 1996 im Auftrag des Bundesministerium für Telekommunikation Auftrag-Nr. 4131/630 402, 14. 11. 1996.
22 Übersetzung der Untersuchung: http://www.diagnose-funk.org/politik/behoerden-int/rncnirp-resolution-vorsorgemanahmen-gefordert.php
23 Aldad TS et al.: Fetal Radiofrequency Radiation Exposure From 800-1900 Mhz-Rated Cellular Telephones Affects Neurodevelopment and Behavior in Mice. Sci Rep 2012; 2 : 312; Byun YH et al.: Mobile phone use, blood lead levels, and attention deficit hyperactivity symptoms in children: a longitudinal study. PLoS One 2013; 8 (3): e59742; Divan HA et al.: Cell phone use and behavioural problems in young children. J Epidemiol Community Health 2012; 66 (6): 524 - 529
24 Studien zu athermischen Wirkungen z.B.: BioInitiative Report 2007, 2013; Report Untersuchung athermischer Wirkungen elektromagnetischer Felder im Mobilfunkbereich (ATHEM), Wien 2009; ICEMS-Monografie: „Nicht-thermische Effekte und Mechanismen der Wechselwirkung zwischen Elektromagnetischen Feldern und Lebewesen“ 2010
25 Siehe Anm. 4 und die neue EUA Veröffentlichung „Late Lessons from early warnings“ mit einem ganzen Kapitel zum Thema Gehirntumoren: http://www.eea.europa.eu/publications/late-lessons-2
26 Presseerklärung: http://www.eea.europa.eu/de/pressroom/newsreleases/die-kosten-ignorierter-warnsignale-eea ; Report: http://www.eea.europa.eu/publications/late-lessons-2
27 Redebeiträge der Sachverständigen auf http://www.diagnose-funk.org/themen/grenzwert/regelungen-fuer-funkanlagen-.php
28 Für Kommunen hat Diagnose-Funk dazu den Ratgeber 5 „Kommunale Handlungsfelder“ erstellt: http://www.info.diagnose-funk.org/ratgeber/kommunale-handlungsfelder.php
29 Diagnose-Funk Brennpunkt: Vom Elend des deutschen Strahlenschutzes, 2012; Diagnose-Funk Brennpunkt: Deutsche Strahlenschutzgremien versuchen Abgeordnete zu manipulieren, 2013; Peter Hensinger: Deutsche Mobilfunkforschung .Von subtiler Fälschung zur Wissenschaftskriminalität, 2008; "Wie die Telekom die Politik im Griff hat" von Thomas Stölzel in der WirtschaftsWoche 23.05.12; http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/lobbyismus-wie-die-telekom-die-politik-im-griffhat/
6643172.html
30 Siehe dazu den Studienüberblick zur Elektrosensibilität von Genuis/Lipp: „Elektromagnetische Hypersensibilität – Tatsache oder Einbildung?“2011, Download: http://www.diagnose-funk.org/aktuell/brennpunkt/elektrohypersensibilitaet-bestaetigung-durch-studie.php
31 http://www.hhi.fraunhofer.de/fields-of-competence/photonic-networks-and-systems/research-topics/optical-indoor-networks/visible-light-communication.html
http://www.ted.com/talks/harald_haas_wireless_data_from_every_light_bulb.html
32 BUND-Bundesvorstand: Für zukunftsfähige Funktechnologien. Begründungen und Forderungen zur Begrenzung der Gefahren und Risiken durch hochfrequente elektromagnetische Felder. 2008, S.18