Letzte Nachrichten

Offener Brief von Frau Dr. Christine Aschermann an die Bundesregierung

Wir umweltmedizinisch orientierten Ärzte und Psychotherapeuten sehen einen Zusammenhang
zwischen Funkbelastung, Immunschwäche und globaler Epidemie
Wir rufen dazu auf, die weltweit verbreitete Hochfrequenzbelastung drastisch zu reduzieren!

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Dritter Offener Brief an den Präsidenten der Bundesnetzagentur

Bisher keine Antwort auf unser Schreiben vom 15.10.2020:

- Versteigerung der Frequenzen für 5G
- Elektrosensible Menschen sind auf Erhalt von funkfreien Schutzzonen angewiesen

Bitte um weitere Auskünfte zu 5G Aufrüstungen

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Offener Brief an Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen

Anfrage der Selbsthilfegruppe "Elektrosensiblen 5-Seen-Land"


Recht auf Mobilfunk – Recht auf Zwangsbestrahlung?

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Zweiter Offener Brief an den Präsidenten der Bundesnetzagentur

Zweiter offenen Brief an den Präsidenten der Bundesnetzagentur als Antwort auf die dürftige Antwort der Bundesnetzagentur zum Thema

Versteigerung der Frequenzen für 5G -
Elektrosensible Menschen sind auf Erhalt von funkfreien Schutzzonen angewiesen

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Mitgliederrundbrief - April 2020

 

von den gegenwärtigen allgemein bekannten Beschränkungen ist auch unser monatlicher Stammtisch betroffen, der daher z. Zt. ausgesetzt werden muss. Das ist schmerzlich, denn gerade in diesen Zeiten ist der Informationsbedarf hoch und der soziale Austausch eine wichtige Stütze für uns alle.

Andere Vereine behelfen sich mit Online-Sitzungen vor dem Bildschirm. Das können und wollen wir niemandem zumuten, weder Euch noch uns, selbst wenn es sich technisch realisieren lassen sollte. Wir möchten Euch lieber auf diesem analogen Wege ein paar Gedanken zukommen lassen. Denn die Umsatzsteigerung, über die sich die Mobilfunkfirmen dank Corona-Virus sichtlich freuen, muss nicht noch weiter angekurbelt werden. Das ist schon absurd, dass ein Industriezweig, der vom Verkauf gesundheitsschädlicher Kommunikations-Produkte lebt, ausgerechnet von einer Virus-Epidemie profitiert! Denn die digitalen Medien kommen ja nicht nur als Ersatz für den analogen Schulunterricht zum Einsatz, sondern werden auch als Rettungsanker zwischenmenschlicher Kontakte geradezu beworben in diesen Zeiten, wo der physikalische Abstand zum Nächsten das Maß aller Dinge ist. Menschen werden befragt, wie sie mit der sozialen Isolation zurechtkommen, die öffentliche Telefonseelsorge wurde personell aufgestockt, weitere soziale Hilfeangebote gegen die Vereinsamung installiert.

Jetzt merken all diejenigen, bei denen sich bereits nach nur wenigen Tagen in häuslicher Quarantäne ein Gefühl des Gefangenseins bis hin zum Lagerkoller einzustellen scheint, wie es sich anfühlt, dauerhaft von der Teilhabe am sozialen Miteinander und am öffentlichen Leben ausgeschlossen zu werden. Was für viele von uns EHS-Betroffene der traurige Normalfall ist, wird von anderen als nicht aushaltbarer Zustand für Körper und Gemüt und als unerhörte Beschneidung ihrer Grundrechte empfunden und medienwirksam beklagt.

Wir, die wir schon von mancher Feier im Familien- oder Freundeskreis vertrieben wurden, in die Flucht geschlagen von den strahlenden Smartphones, auf welche die Gäste um uns herum offenbar nicht mehr verzichten können, sei es aus Langeweile, Gewohnheit oder Sucht - wir wissen wie sich das Ausgeschlossen-Werden anfühlt! Wir, die wir uns bei Zahnschmerzen überlegen müssen, ob und wie wir einen Zahnarztbesuch in einer WLAN-verstrahlten Praxis überstehen können, von einem stationären Krankenhausaufenthalt ganz zu schweigen - wir wissen, was es heißt, auf sich selbst zurückgeworfen zu werden, weil uns der direkte Kontakt und Umgang mit unseren Mitmenschen in akute Gefahr bringen kann, der wir uns mangels Einsicht, mangels Rücksichtnahme und aufgrund fehlender Solidarität unseres Gegenübers nicht anders als durch Flucht und Distanz entziehen können. Diese für viele unserer Mitmenschen unvorstellbare wie unerträgliche Situation ist für uns gelebter und immer wieder von neuem zu bewältigender Alltag!

Wir EHS-Betroffene sind somit krisenerprobt im „social distancing“ und haben unseren darin ungeübten Mitmenschen einiges voraus, was diese bittere Erfahrung anbelangt. Wir werden nicht durchdrehen, wenn sich die Internetverbindung aufgrund des hohen Andranges auf der Datenautobahn merklich verschlechtert und wir werden auch nicht anfangen, der halben Welt per Facebook und Twitter mit unseren Befindlichkeitsstörungen und unseren Unmutsäußerungen auf den Geist zu gehen. Wir werden auch nicht die Telefonseelsorge belasten mit unseren Klagen, dass uns die Decke auf den Kopf fällt und uns die Isolation in den Wahnsinn treibt.

Häusliche Quarantäne und Isolation - eine bodenlose Frechheit und unmenschliche Zumutung? Beschränkungen der individuellen Bewegungsfreiheit - ein nicht hinnehmbarer Rechtsbruch? Jetzt, wo es alle trifft, ist die Entrüstung groß! Keine Fernreisen mehr, keine Kreuzfahrten mehr, kein Ski-Urlaub mehr in Tirol (Corona lässt grüßen!)? Dazu noch die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, die Miete nicht mehr zahlen zu können, Rente einzubüßen und in den sozialen Abstieg und in die Verarmung katapultiert zu werden? Das sind zweifellos sehr ernste existenzielle Sorgen, die jetzt viele Menschen bewegt und verunsichert.

Haben wir EHS-Betroffene, die wir keinen WLAN-freien Arbeitsplatz mehr finden und auch kein Home-Office betreiben können, die verzweifelt auf der Suche sind nach einem für uns gesundheitsverträglichen Platz zum Leben, die wir nicht unter den jetzt rasch aufgespannten Rettungsschirm schlüpfen können - allenfalls unter eine Rettungsfolie, um die schlimmsten gesundheitlichen Folgern abzumildern, die uns jetzt auch noch durch unsere WLAN-Home-Office betreibenden Nachbarn zugefügt werden – haben wir das nicht alles schon hinter uns?

Was also kann uns noch passieren? Die Mund-und-Nasen-Schutzpflicht im Supermarkt?

Nun, wer es gewohnt ist, sich vor dem Gang in einen Supermarkt in dichte Abschirmkleidung einzupacken - und das selbst bei hochsommerlichen Hitze - um sich gegen die Strahlenfolter der Smartphone-nutzenden Kundschaft und der WLAN-Router zu wappnen, den wird ein um Mund und Nase zu bindendes Tüchlein nicht aus dem seelischen Gleichgewicht bringen.

Was kann noch auf uns zukommen? Eine Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen? Im Moment schaut es nicht danach aus. Es wäre auch in vielerlei Hinsicht kontraproduktiv, unser aller Immunsystem durch Entzug von Sonne, frischer Luft und Bewegung noch weiter herunterzufahren. Diese Einsicht findet sich auch bei politischen Entscheidungsträgern, die betonen, dass Spazierengehen und sportliche Aktivitäten im Freien ausdrücklich erlaubt seien – unter Abstandswahrung, also nicht in Gruppen.

Eine Einsicht, die sich leider noch immer nicht durchgesetzt hat, ist jedoch die, dass unser Immunsystem auch durch die vermehrten digitalen Aktivitäten geschwächt wird. Denn die pausenlosen Attacken durch gepulste Hochfrequenzen der funktechnisch gestützten Kommunikationssysteme führen zu enormen Stressreaktionen unserer Immunabwehr. Menschen mit einem weniger belastbaren Immunsystem, z. B. wegen einer chronischen Erkrankung oder einfach altersbedingt, sind hier ganz besonders gefährdet, also genau jene Menschen, bei denen laut Medizinern, auch eine Infektion mit dem Corona-Virus deutlich heftiger verlaufen würde und auch schwerwiegendere Folgen hätte. Das bestätigen ja auch die bisherigen Infektionsverläufe. Bei jungen, gesunden Menschen, die sich mit dem Corona-Virus infizieren, ist ein deutlich milderer Krankheitsverlauf zu beobachten als bei chronisch Kranken und Hochbetagten. Daher wäre es endlich an der Zeit, das von uns schon lange

geforderte Verbot von strahlenden Geräten wie WLAN-Routern, DECT-Telefonen, Bluetooth-Verbindungen und Smartphone-Nutzung in allen Pflegeheimen und Einrichtungen für die Seniorenbetreuung sowie in den Krankenhäusern umzusetzen!

Die intensive Nutzung von WLAN, Tablet, Smartphone und Co. ist auch das, was uns gegenwärtig am meisten zusetzen dürfte. Um uns herum wird gesurft, gewischt gechattet, geskypet und video-konferiert bis zur Leistungsgrenze des Datentransfers. Und wieder werden kritische Stimmen zu gesundheitlichen Risiken hinsichtlich der Nutzung dieser strahlenden Technologie von Klagen über das langsame Netz oder die unzulängliche funktechnische Infrastruktur übertönt. Eltern fürchten um den Schulerfolg ihrer Sprösslinge, weil der Zugang zu Lern-Plattformen nicht funktioniere, wohingegen Soziologen davor warnen, dass Kinder, die z. B. mit Hartz IV aufwachsen müssten, sich den Zugang zu digitalen Bildungsangeboten gar nicht erst leisten könnten. In jedem Fall ist zu befürchten, dass die gegenwärtige Krise die Digitalisierung allgemein und die Verwirklichung des Traums von digitaler Schule und digitalen Heim-Arbeitsplätzen insbesondere vorantreiben wird.

Es besteht aber auch die Chance, dass wir alle spüren, dass uns das Diktat von Konsum, Produktivität und Wachstum immer weiter von uns selber entfernt. Wir haben uns daran gewöhnt, dass Wirtschaftsweise die Politik dahingehend beraten, welche Entscheidungen zu treffen sind, um noch mehr Wachstum zu generieren und den Umsatz anzukurbeln und so den materiellen Wohlstand gedeihen zu lassen. Jetzt stellen die Verantwortlichen (erstaunt?!) fest, dass plötzlich ganz andere Weisheiten gefragt sind, als jene, welche von rein ökonomischen Grundsätzen genährt werden. Denn gerade unser Gesundheitssystem wurde dem Diktat der Wirtschaft unterstellt und so lange kaputtgespart, dass nun, wo die Not am größten ist, ist, von einer adäquaten Krisenbewältigungsstrategie keine Rede sein kann.

Diese Lektion, immerhin, scheinen die Regierungsverantwortlichen schon mal aus dieser Krise gelernt zu haben, zu hoffen bleibt, dass dieser Lerneffekt auch weiterhin anhält und nicht gleich nach der Krise wieder verblasst.

Einsicht, Rücksichtnahme, Solidarität - erprobte Tugenden in Krisenzeiten und von Politikern derzeit vielbemühte Schlagworte.

Einsicht. Das wünschen wir uns alle sehr! Insbesondere wünschen wir uns seitens unserer Mitmenschen, die Einsicht, dass auch ihre Gesundheit und ihr körperliches Wohlbefinden durch die Nutzung funktechnisch gestützter Kommunikationssysteme gefährdet sind. Wer sich mit letzter Kraft immer noch an das Dogma von der Schutzwirkung der Grenzwerte klammert, obwohl es ihm körperlich immer schlechter geht, der wird für seine Uneinsichtigkeit einen teuren Preis zu bezahlen haben. Für Folter gibt es keine Grenzwerte!

Rücksichtnahme. Das wünschen wir uns auch! Insbesondere seitens unserer Nachbarn, die uns mit ihren strahlenden Homeoffice-Aktivitäten gerade jetzt besonders zusetzen. Und selbst die Flucht in den nächsten Wald verschafft uns keine Atempause, da sich auch hier deutlich mehr Jogger und Wanderer als sonst tummeln, die uns mit ihren strahlenden Smartphones den Rest geben. Ein medizinisch gebotener Strahlenschutz-Abstand von mindestens 50 Metern wäre schon mal ein rücksichtsvoller Anfang!

Solidarität. Das brauchen auch wir EHS-Betroffene dringender denn je! Solidarität seitens unserer Familien und Freunde, seitens unserer Mitmenschen, die oft nicht verstehen können, warum wir ihre Nähe meiden müssen. Auch wir haben ältere Familienangehörige in Pflegeheimen und Senioreneinrichtungen, um die wir uns sorgen, schon vor Corona-Zeiten! Denn wir wissen aus Erfahrung am eigenen Leib, was dauerstrahlende WLAN-Router anrichten können. Auch wir würden unsere Liebsten gerne so oft wie möglich besuchen, doch das ist uns aufgrund der Strahlenbelastung in den Pflege-Einrichtungen z. T. gar nicht mehr oder nur unter Inkaufnahme der nachhaltigen Folgen für uns selber möglich. Wie schmerzlich ein Kontaktentzug für beide Seiten ist, das erfahren wir jetzt alle, in der Zeit, wo Besuche in Pflegeheimen, Krankenhäusern usw. generell untersagt sind. Solidarität, das wünschen wir uns auch seitens jener Juristen, welche die Rechtsauffassung vertreten, die massiven Einschränkungen der freiheitlichen Grundrechte, die der Bevölkerung gegenwärtig zugemutet werden, seien verfassungswidrig. Die Freiheitsrechte von elektrohypersensitiven Menschen werden seit über 20 Jahren verletzt – wo bleibt hier der juristische Aufschrei!? Rechtsanwälte, die jetzt in Erwägung ziehen, wegen der Verletzung bürgerlicher Grundrechte, welche im Zusammenhang mit dem Infektionsschutzgesetz stehen, vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen, möchten sich doch bitte auch einmal der dauerhaften Verletzung unserer

Grundrechte annehmen! Unsere Gesundheit wurde ruiniert, unsere Freiheit wurde uns geraubt – und dieses Schicksal ist nur vordergründig auf den Kreis der elektrohypersensitiven Menschen beschränkt, denn auch diejenigen, welche heute noch nicht davon betroffen sind, können es morgen schon sein!

Alles in allem, sind wir EHS-Betroffene aber doch bestens gerüstet, diese Krise als solche einigermaßen gut zu überstehen. Unsere Kräfte werden allerdings wohl gegenwärtig hauptsächlich darauf gerichtet sein, der nachbarlichen Strahlenfolter zu entgehen. Wir möchten alle bitten, das nicht einfach hinzunehmen, sondern insbesondere in den Fällen, wo es unerträglich wird, sich dagegen zu wehren: Schmerztagebuch führen, dem Verein kurzen Bericht schicken, sich an die Gemeinde wenden. Das Argument, die machen ja doch nichts, ist fehl am Platze. In jedem Menschen schlummert das Saatkorn der Wandlungsfähigkeit, und es sind Krisen, welche genau diese Saat zum Keimen bringen. Es liegt an uns allen, ob wir dieses wertvolle Pflänzchen gießen oder es gleich wieder verdorren lassen.

Wir wünschen Euch allen in diesen Tagen ganz viel Kraft, Zuversicht und den Mut, diese Krise auch als Chance zu begreifen, dass sich endlich etwas zum Guten wandelt.

Herzliche Grüße

Der Vorstand

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