Letzte Nachrichten

Mobilfunk - Osterbrief an Bundeskanzlerin Merkel

"Der einzige Know-How-Vorsprung, den wir Europäer haben, ist Umwelt- und Gesundheitsschutz, und den sollten wir nutzen"

von Hanna Tlach, Dipl.-Psych.

Sprecherin des AK Esmog des www.bund-konstanz.de/nachhaltiges-leben/elektrosmog/

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Offener Brief von Frau Dr. Christine Aschermann an die Bundesregierung

Wir umweltmedizinisch orientierten Ärzte und Psychotherapeuten sehen einen Zusammenhang
zwischen Funkbelastung, Immunschwäche und globaler Epidemie
Wir rufen dazu auf, die weltweit verbreitete Hochfrequenzbelastung drastisch zu reduzieren!

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Dritter Offener Brief an den Präsidenten der Bundesnetzagentur

Bisher keine Antwort auf unser Schreiben vom 15.10.2019:

- Versteigerung der Frequenzen für 5G
- Elektrosensible Menschen sind auf Erhalt von funkfreien Schutzzonen angewiesen

Bitte um weitere Auskünfte zu 5G Aufrüstungen

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Mit freundlicher Unterstützung:

4. Unfallklinik Murnau

Unfallklinik Murnau - WLAN am Krankenbett

Kommunikationsrecht vor Recht auf Genesung.

Nach einer komplizierten Schienbeinfraktur suchte ich die nächstliegende Klinik in Seefeld auf. Ich sollte stationär behandelt werden, bis die Schwellung am Bein abgeklungen ist und dann operiert werden. Die DECT Basisstationen / Repeater im Flur dieser Klinik machten mir jedoch Sorgen, weil ich aus Erfahrung wusste, dass ich in ihrer Nähe schlecht schlafen kann. So lies ich mich auf eigene Verantwortung nach Hause bringen. Vom Bett aus führte ich zahlreiche Telefonate und suchte mühsam nach einer Klinik ohne DECT -Telefone. Es gab aber keine.

Wegen meiner Titanallergie war aber alles noch schwieriger, so habe ich mich am Ende für die Unfallklinik Murnau entschieden.  Ich informierte bei der Aufnahme die Stationsschwester über meine Elektrohypersensibilität und übergab ihr schriftliches Informationsmaterial darüber. Sie nahm mich ernst. 

Die Stimmung bei meinen zwei Mitpatientinnen war dagegen anfänglich nicht gut, weil ich sie bat, im Zimmer nicht mit dem Handy zu telefonieren. Ich wollte für ihre Telefonate mit Schurtelefonen die Kosten übernehmen.  Am nächsten Tag wurde ich operiert und konnte mit Schlaf- und Schmerzmitteln einigermaßen gut den Tag überstehen. Ich hatte keine andere Wahl und musste durchhalten.

Am 1. postoperativen Tag ging es gut, bis ich plötzlich starkes Herzrasen bekam und blass im Bett zusammensackte. 150/90 Blutdruck, Puls 120. Es ging mir sehr schlecht. Solche Beschwerden kannte ich, sie traten bei mir bevorzugt in der nächsten Nähe von WLAN und DECT- Basistationen auf. Da der Patient aus dem Nachbarzimmer ständig auf der Terrasse vor unserem Fenster und vermutlich auch im Zimmer mit seinem Smartphone telefonierte, hegte ich den Verdacht, dass ich auf die Frequenzen seines Smartphones reagiere. Ich bat den  Arzt mit ihm zu sprechen und ihn zu bitten, weiter weg von unserem Zimmer zu telefonieren.  Der Arzt und die Schwester reagierten mit Unverständnis. “Wir haben Sie nicht eingeladen” sagte er.  Die anderen Patienten hätten damit kein Problem, behauptete er, obwohl sie weit mehr Schmerzmittel konsumierten als ich. Weil es mir so schlecht ging, bat ich ihn einen mir bekannten Umweltarzt anzurufen, um sich zu informieren. Ein Beruhigungsmittel hat mich in Kürze aufgeputscht, so dass ich wieder bei Kräften und in der Lage war, telefonisch meine Verlegung in ein anderes  Krankenhaus, in dem man für mein Problem mehr Verständnis zeigte, zu organisieren. Mein bekannter Umweltarzt  rief dann den Stationsarzt an und bat ihn, die Verlegungsformulare zu unterschreiben.  Nach einem informativen Gespräch mit dem Umweltarzt kam der Chirurg  mit einem Kollegen zu mir ins Zimmer, entschuldigte sich und versuchte mich, vom meiner Absicht das Krankenhaus zu verlassen, abzubringen. Wegen der schwierigen Operation könnten sich Komplikationen ergeben. Ich sollte 10 Tage dort bleiben. Im eigenen Interesse wollte ich noch wenigsten ein paar Tage durchhalten. Wenn ich es in der Klinik nicht aushalte, werde ich sie verlassen, sagte ich entschlossen. Am nächsten Tag bekam ich eine Schiene und konnte mit Gehstützen das Zimmer verlassen. So verbrachte ich die meiste Zeit, in eine Decke eingepackt auf einer Terrasse hinter dem Haus. Sobald ich im Zimmer war, ging es mir nicht gut. Mein Tinnitus und die Geräuschempfindlichkeit wurden stärker,  es war mir übel. Zum Schluss bekam ich Durchfälle.  Meine Befindlichkeitsstörungen schienen keinen zu interessieren und ich wollte auch nicht mehr über sie sprechen. Man hätte mir höchstens eine Tablette verordnet. Einige hielten mich vermutlich für einen “Psycho”.

Für die Nacht benötigte ich 3 Tabletten um einige Stunden schlafen zu können.   Am 4. postoperativen Tag verbrachte ich wieder die meiste Zeit  auf der Terrasse. Zwischendurch sollte ich aber wegen der Schwellung mein Bein im Bett hochlagern.  Sobald ich wieder im Bett war, fühlte ich mich schlecht. Ich hatte im Nachtkästchen ein Hochfrequenzmessgerät, dass ich eigentlich nur im Notfall nutzen wollte. Jetzt war es aber so weit und ich wollte wissen, ob meine Beschwerden durch Funk verursacht werden oder ich mir etwas  einbilde. Ich hatte Recht. Die Strahlenwerte am Kopfteil meines Bettes, waren für mich extrem hoch. Sie bewegten sich zwischen 200 und 300 Mikrowatt / m². Kein Wunder, dass ich Probleme hatte.  Bei der Herzratenvariabilitätsprüfung hat  mein vegetatives Nervensystem bereit bei Werten ab 10 Mikrowatt nach 8 Minuten Bestrahlung reagiert.     

Ich  sollte hier aber stundenlang diese hohe Strahlung ertragen, damit mein Zimmernachbar am Bett im Internet surfen konnte.

Ich rief den diensthabenden Stationspfleger, gab ihm mein Messgerät in die Hand, bat ihn im Flur, im meinem Patientenzimmer und an meinem Bett zu messen. Er war sehr interessiert, so konnte ich beweisen, dass ich mir nichts einbilde.  Der Pfleger hat mir geglaubt und  mir erklärt, dass der Nachbar das Recht hat, drahtlos im Internet zu surfen und das Pflegepersonal hier nichts dagegen machen kann. Deshalb bat ich um ein anderes Zimmer.  Da angeblich kein freies verfügbar war, hat man mich auf meinen Wunsch mit dem Bett in einen Abstellraum gestellt. Dort konnte mein Bein etwas abschwellen.  Die Lautstärke der Lüftung war allerdings so hoch, dass ich dort die Nacht nicht verbringen konnte.

Ich beschloss endgültig die Klink zu verlassen. Vom diensthabenden Arzt ließ ich mir eine Empfangsbestätigung für meine schriftliche Erklärung geben, in der ich die Missstände in der Klinik  bemängelte. Ich behielt mir das Recht vor, gegen die Klinik rechtlich vorzugehen, falls sich Komplikationen wegen des unfreiwilligen Verlassens der Klinik ergeben sollten. 

Zum Glück ging alles gut. Sobald ich zu Hause war, habe ich keine Beruhigungs- und Schlaftabletten mehr gebraucht. Ich hatte fast keine Schmerzen mehr.

Später habe ich im Klinikfaltblatt gelesen, dass gerade die Unfallklinik Murnau mit Nutzung von W-LAN um Patienten wirbt. Gleichzeitig beschäftigt sie zwei Psychologen, wegen Schlafstörungen bei Patienten, die bekanntlich durch die Funktechnik von W-LAN und DECT verursacht werden. Man kann hier nur den Kopf schütteln.

6 Wochen nach der Operation sollte ich für 3 Woche auf Reha nach Hopfen am See gehen. Auch diese Klinik war mit einer DECT-Telefonanlage und W-LAN versorgt. So habe ich bei der  BfA eine ambulante Reha beantragt. Es wurde mir eine in München-Giesing genehmigt. Ca. 40 m entfernt auf dem Nachbarhaus waren 3 Mobilfunkantennen, die ich vom Trainingsgerät betrachten konnte. Die Messwerte waren für mich unerträglich, so lehnte ich auch diese Klinik ab.

Ich legte erneut mein Gutachten zur Elektrosensibilität bei der BfA vor und stellte einen neuen Antrag auf ambulante Reha in der Klinik Bernried. Auch da waren DECT-Telefone. Der zuständige Arzt kam aber meiner Bitte entgegen und organisierte alle Behandlungstermine nacheinander so, dass ich mittags das Haus verlassen konnte. 

Irene K.

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