Letzte Nachrichten

Interview mit Prof. Lankau: Homeoffice statt Hörsaal - Digitalisierung von Uni und Schule

Bildung muss digital werden, behaupten Politik und Wirtschaft. Ob man so mehr und besser lernt, wird nicht diskutiert. Ralf Lankau, Professor für Medientheorie in Offenburg, macht die Entwicklung Sorge.

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Garmisch-Partenkirchen: Das nächste Bürgerbegehren

Die Mobilfunk-Skeptiker wollen in den kommenden Tagen die Unterschriftenlisten ihres Bürgerbegehrens im Rathaus abgeben.

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WLAN im Auto beeinflusst Gehirnströme - Bericht in RTL über Studie der Uni Mainz

Am 28.10. 2017 lief in RTL-Explosiv Weekend ein Bericht über einen wissenschaftlichen Versuch, bei dem die Strahlenbelastungen auf das Gehirn im Automobil gemessen wurden. RTL bezeichnet die Ergebnisse als alarmierend. Tatsächlich, nach dem Einschalten der Autoelektrik, insbesondere von WLAN, verändern sich die Gehirnströme.

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Elektrosmog macht IT-Fachmann Martin Zahnd krank

Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Tinnitus. Der 50-jährige Zürcher Martin Zahnd ist elektrosensibel, wie er selbst sagt.
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Wäre Luther für "Godspot" und Roboter-Segen gewesen?

diagnose:funk hat mit dem Theologen, Buchautoren und Mobilfunk-Experten Prof. Werner Thiede über Luther, den eingeschlagenen Weg der ev. Kirche und sein neuestes Buch gesprochen.

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Multiple Sklerose & Schwermetalle und Elektrosmog

Aus unserer Erfahrung seit 1992 können wir nur hoffen, dass die Expertise von Dr. Mutter endlich in die Umwelt- und Gesundheitspolitik aufgenommen wird! Wir empfehlen das Interview in der Wurzel 03/17:

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Wissenschaftler warnen vor Risiken durch Mobilfunkstandard 5G

Erneut ein Appell von Ärzten und Wissenschaftlern aus aller Welt gegen die Einführung der neuen 5G-Mobilfunkttechnik.

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Mobilfunkstandard 5G darf nicht zugelassen werden

Jörn Gutbier von Diagnose-Funk e.V. spricht im aktuellen Interview zur geplanten 5G-Mobilfunk-Technik klare Worte.

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ELEKTROSMOG-REPORT Aktuelle Studien

In der September-Ausgabe des Fachinformationsdienstes zur Bedeutung elektromagnetischer Felder für Umwelt und Gesundheit, ElektrosmogReport berichtet Isabel Wilke über neue Studien und Publikationen

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DIGITALE BILDUNG - Ideologie und Kommerz

Schon seit längerem werden in Deutschland Konzepte sog. 'Digitaler Bildung' massiv vorangetrieben. Am 1. Juni 2017 beschlossen die Kultusminister der Länder, in den Schulen den 'Digitalpakt' umzusetzen. Jetzt formiert sich ein Bündnis für Humane Bildung, das den "Irrweg" dieser neuen Bildungspolitik analysiert und kritisiert.

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Veranstaltungen des Vereins

04.12.2017 Stammtisch Dezember

Weitere Veranstaltungen

07.12.2017 EHS-Stammtisch Berlin (18:30)

Mit freundlicher Unterstützung:

1. Projekt NEMESIS

Ein Beispiel, wie man über messbare Parameter forschen kann, ist das Projekt NEMESIS (Niederfrequente elektrische und magnetische Felder und Elektrosensibilität in der Schweiz, Tagungsband herausgegeben von C. Schierz und Ch. Müller, Zürich 20.1.0.2000), finanziert zu 50% vom schweizerischen Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) und zu 50% vom Projekt- und Studienfonds der Elektrizitätswirtschaft. Ziel der Studien war die Abklärung, ob es eine objektive Elektrosensibilität gibt. Bei einer Fragebogenuntersuchung wurde zunächst festgestellt, dass das elektrosensible Versuchspersonenkollektiv sich bzgl. der Persönlichkeitsmerkmale nicht von der Durchschnittsbevölkerung unterschied, dass jedoch ein deutlicher Unterschied in der Beantwortung der Fragen zu den Patienten einer psychosomatischen Klinik vorlag.

An den Versuchspersonen wurde dann ein Feldversuch durchgeführt, indem man diese in ihrer eigenen Schlafumgebung in 20 bis 25 Testnächten im Doppelblindverfahren (d. h. weder die Untersuchten noch die Untersucher wussten, wann eine Belastung stattfand) durch einen Feldgenerator zeitweise einem elektrischen Feld von rund 100 V/m aussetzte und ein Magnetfeld von etwa 2 µT produzierte. Dabei wurden bei den Betroffenen verschiedene objektive Parameter gemessen, inklusive der Bewegungen im Schlaf. Eine über dem Durchschnitt liegende Anzahl von Personen versuchte dabei, im Schlaf den zugeschalteten Feldern auszuweichen. Während nach Nächten mit Exposition (d. h. es fand eine Belastung mit elektromagnetischen Feldern statt) die Teilnehmer eher ihre Schlafqualität und Aufwachbefinden als besser einschätzten, wurde durch die erhobenen objektiven Parameter eher gezeigt, dass sich in Nächten mit Exposition eine Verkürzung des Tiefschlafes einstellte zugunsten von Schlafstadium 2 und der REM-Phase. Die Autoren weisen darauf hin, dass aus der Schlafforschung bekannt sei, dass die subjektive Bewertung der Schlafqualität und die tatsächliche, anhand der EEG-Messungen beurteilten Schlaftiefe nicht oder nur zufällig korrelieren (S. 78).
In einem Laborversuch wurden dann Elektrosensible und Kontrollpersonen in einer nach außen gegen elektrische und magnetische Felder abgeschirmten Kammer doppelblind mit 80-120 V/m eines elektrischen und 2 bis 7 µT eines magnetischen Feldes exponiert. Dabei gab es überzufällig viele Personen, welche die 50 Hz-Felder bewusst wahrnehmen konnten. Dies waren jedoch nicht unbedingt die Personen, die sich selbst als elektrosensibel bezeichneten. Die Studie kommt wiederum zu der Schlussfolgerung, dass subjektive Elektrosensibilität und Elektrosensitivität (als Fähigkeit zu erkennen, wann ein Feld zugeschaltet ist) nicht unbedingt zusammenhängen. Eine Erkenntnis, die inzwischen gerne vernachlässigt wird.

Erstaunlicherweise wird dann aus dem eindeutig körperlichen ein psychisches Phänomen, wobei dies der mitfinanzierenden Elektrizitätswirtschaft geschuldet sein dürfte. Es wird relativ pauschal und ohne nähere Begründung darauf verwiesen, dass man in einer schwedischen Studie festgestellt habe, dass Elektrosensibilität „verlernt“ werden könne, wenn sich die Vorstellung der Betroffenen, elektrosensibel zu sein, noch nicht verfestigt habe. Hinweise darauf, dass die Betroffenen dann beim Kontakt mit elektromagnetischen Feldern (EMF) keine Beschwerden mehr haben, fehlen.

Auf der Internetseite des schwedischen Verbandes der Elektrosensiblen (www.feb.se) findet sich ein Hinweis auf eine Fernsehsendung, in der eine elektrosensible Frau vorgestellt wurde, an der eine kognitive Verhaltenstherapie durchgeführt wurde, damit sie feststellt, dass ihre Beschwerden nicht von elektromagnetischen Feldern kommen. Auf Frage eines Journalisten erklärt sie, sie habe nun eingesehen, dass ihre Beschwerden nichts mit EMF zu tun haben. Auf weitere Frage: Die Beschwerden hat sie weiterhin, sobald sie Kontakt mit EMF hat, aber sie wisse nun, dass die EMF nicht der Verursacher sind. Therapieerfolg?!? In einer der Kommentierungen der Schweden wird das Wort „Gehirnwäsche“ verwendet. Wir haben dem nichts hinzuzufügen.

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