Letzte Nachrichten

Digitale Medien - Die große Gefahr für unser Gehirn

Prof. Dr. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt leitete den Bereich Neuroanatomie/Humanbiologie an der Universität Bielefeld, Fakultät für Biologie. In ihren Vorträgen setzt sie sich kritisch mit der Wirkung digitaler Medien auf das Gehirn auseinander, so Anfang Mai an der Technischen Universität Darmstadt. In einem Interview stellt sie dar, warum bei Kindern die Nutzung von digitalen Medien zu irreversiblen Schäden führt.

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Wenn das WLAN die Wohnung ausspioniert

Zwei Münchner Wissenschaftler verwandeln einen handelsüblichen WLAN-Router in ein Mini-Radar, das Gegenstände im Umfeld sichtbar macht.

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Brummton-Opfer: Kein effektiver Lärmschutz

Kein ausreichender Schutz vor Infraschall. Immer mehr Brummton-Betroffene wenden sich an Behörden und die Öffentlichkeit. Das Umweltbundesamt beschäftigt sich seit einigen Jahren verstärkt mit dem Thema Infraschall. Nun hat sich in Steinhöring der 'Verein zum Schutz der Gesundheit und Umwelt vor Infraschall' gegründet.

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Studie weist nach, wie Grenzwerte scheinwissenschaftlich legitimiert werden

Der neue diagnose:funk 'Brennpunkt' behandelt die Studie "Fehlerhafte offizielle Bewertung der Sicherheit von Funkstrahlung durch die Beratergruppe für nicht-ionisierende Strahlung" (2016) von S. J. Starkey und liegt in deutscher Übersetzung vor.

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diagnose:funk: Brennpunkt: Handystrahlung und Gehirntumore

Im Brennpunkt "Handystrahlung und Gehirntumore" zum neuesten Stand der Forschung veröffentlicht diagnose:funk die Übersetzung des Reviews über Krebsrisiken der nicht-ionisierenden Strahlung, verfasst von den schwedischen Wissenschaftlern Michael Carlberg und Prof. Lennart Hardell.

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Smartmeters = smartattack, ein Zeichentrickfilm in Stil der 1950iger

Es gibt noch Menschen, die dem Digitalismus als krankhafte Wahnvorstellung getragen von Staat und Industrie eine humorvolle Darstellung entgegensetzen können. Smartmeters = smartattack, ein Zeichentrickfilm in Stil der 1950iger Jahre.

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MOBILFUNK-POLITIK "Das WLAN-Experiment"

Die deutsche Mobilfunk-Politik setzt nahezu alternativlos auf umfassende WLANisierung aller Lebens- und Arbeitsbereiche. Franz Adlkofer und Lebrecht von Klitzing in einem grundsätzlichen Beitrag in Rubikon, 1. Mai 2017: "Ein globaler Feldversuch auf Kosten von Mensch und Natur".

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Handystrahlung: Tumor als Berufskrankheit anerkannt

Internationale Medien berichteten am 21.04.2017 unter der Schlagzeile "Tumor durch Handy als Berufskrankheit anerkannt" über ein Urteil vom 30.03.2017 des italienischen Arbeitsgerichtes der Stadt Ivrea.

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ALS durch EMF-Belastungen am Arbeitsplatz getriggert?

Das Deutsche Ärzteblatt, 6. April 2017, berichtet über eine neue niederländische Studie zur Gesundheit am Arbeitsplatz.

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Mobilfunk-Politik - WHO in der Kritik

Die Einschätzungen der World Health Organization (WHO) zur Frage der Auswirkungen der Strahlenbelastung stehen seit vielen Jahren in der internationalen Kritik.

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Veranstaltungen des Vereins

05.06.2017 Stammtisch Juni
03.07.2017 Stammtisch Juli
07.08.2017 Stammtisch August
02.10.2017 Stammtisch Oktober

Weitere Veranstaltungen

01.06.2017 EHS-Stammtisch Berlin (18:30)
17.06.2017 Hamburg - Aktionstag Mobilfunkstrahlung (10:00 - 18:00)
06.07.2017 EHS-Stammtisch Berlin (18:30)

Mit freundlicher Unterstützung:

Vorbemerkung: Wissenschaft im Dienste der Wirtschaft

Bei Elektrohypersensibilität ist oft alles anders. Von Ärzten wird man zuweilen ganz unverhohlen dumm angemacht und gerne aufgefordert, doch mal einen Termin im nächsten psychiatrischen Krankenhaus zu vereinbaren. Immer wieder kassiert man schräge Blicke. Den Partnern, Eltern, Freunden und Kollegen kann man häufig nicht vermitteln, wie sehr man leidet und dass die Beschwerden WIRKLICH durch das schicke kleine Smartphone ausgelöst werden. Noch nach Jahren kommt gerne die Frage „Bist du dir sicher?“. Arbeitgeber, die uns seit 15, 20, 25 Jahren kennen, zweifeln an unserem Normalsein. Während Medien andere chronisch Kranke, die sich nicht hängen lassen, als tapfer darstellen, werden Elektrosensible in Internetbeiträgen verhöhnt. Selbst Menschen, die durchaus so krank sind wie man selbst, negieren den Zusammenhang. „Also eigentlich habe ich das alles auch – aber vom Telefon kommt das bestimmt nicht.“ Wenn das alles so krank machen könnte, wäre es doch längst verboten?!?
Menschen, die uns noch nie begegnet sind, stellen nach drei Minuten die Ferndiagnose, dass wir doch eigentlich versteckte Konflikte am Arbeitsplatz hätten, Aufmerksamkeit bräuchten usw. Da wird dann der Krankheitsgewinn bemüht, auch wenn man als Elektrohypersensibler gar keinen hat.

Warum? An anderen Krankheiten verdient zumindest die Pharmaindustrie, sie sind schicksalshaft oder scheinen es zumindest zu sein. Bei den Umwelterkrankungen jedoch hätte eine Anerkennung des Krankheitsbildes zur Folge, dass eine Industrie eine unglaubliche Menge Geld verliert, und dass sich die Gesellschaft mit der Frage auseinandersetzen muss, ob man wirklich Menschenleben einem scheinbaren Fortschritt opfern will.
Also kümmert sich die jeweilige Industrie um die Forschung zu diesem Thema, und um die Berichterstattung zu dieser Forschung.

Eine Sonderausgabe des International Journal of Occupational and Environmental Health (Internationale Zeitschrift für Gesundheit im Arbeits-und Umweltbereich) aus dem Jahr 2005 trägt den Titel „Korruption der Wissenschaft durch die Wirtschaft“. In vierzehn von Spezialisten geschriebenen Fachartikeln werden Strategien beschrieben, wie Gesundheitsrisiken durch die einschlägigen Industrien verschleiert werden und über wahre Risiken der Produkte hinweg getäuscht wird.

  • Beeinflussung der Meinungsbildung in Wissenschaft, Ärzteschaft, Journalismus und Öffentlichkeit mittels passender Fachinformationen, gezielt und über die Massenmedien
  • Lobbyarbeit bei Gesetzgebung sowie mit Druck auf Behörden und Verordnungsgebung
  • Bildung eigener wissenschaftlicher Beiräte oder Einflussnahme auf deren Zusammensetzung
  • Beteiligung an Forschungsinstitutionen; Benutzung von an Universitäten angegliederten Institutionen
  • Bildung eigener Frontorganisationen, Diskussionsforen und Internetseiten und deren Tarnung als „neutral“
  • Ignorieren, Anzweifeln oder Diskreditieren unabhängiger Studien, die Effekte fanden
  • Unterdrückung oder Nichtpublikation eigener Forschungsergebnisse, die Effekte fanden
  • „Science to Specification“: Durchführung eigener wissenschaftlicher Studien (oder Einflussnahme auf deren Planung) mit geplanten Negativergebnis (=keine Effekte)
  • Einflussnahme auf die wissenschaftstheoretische Diskussion, welche Kriterien von Forschungsergebnissen erfüllt werden müssen, damit Effekte als schlüssig („bewiesen“) gelten
  • Diffamierung von Wissenschaftlern, deren Aussagen der Industrie ungelegen kommen
  • Finanzielle Zuwendungen an gemeinnützige Organisationen; Unterwanderung von Betroffenen- und Selbsthilfeorganisationen

Bei der Mobilfunkindustrie kommt als spezielle Taktik noch hinzu, akut Betroffene als nicht ganz zurechnungsfähig hinzustellen. Gerne wird der Satz verwendet, „man müsse die Leiden der Betroffenen auf jeden Fall ernst nehmen, auch wenn es derzeit keine Hinweise gebe, dass diese durch elektromagnetische Felder verursacht werden.“ In anderen Worten: Die Betroffenen sind zu dämlich oder zu verbohrt, zu erkennen, was die Probleme tatsächlich verursacht (nämlich ihre kranke Seele), und äußerst hilfsbedürftig. So richtig arme Würstchen also, die ihre Hilfsbedürftigkeit jahrzehntelang unter einer Fassade versteckt haben. Eine Wertung, die jeden Betroffenen in die Defensive treibt und es ihn drei mal überlegen lässt, ob er sich outet, zumal es zu viele Psychologen und Fachärzte für Psychotherapie gibt, die sich in den Medien als Experten zur Verfügung stellen und unseriöse Ferndiagnosen von sich geben.

Wir zeigen Ihnen deshalb am Beispiel von Studien zur Elektrohypersensibilität auf, wie Studiendesigns so geplant und durchgeführt werden, und Schlussfolgerungen so verbogen werden, dass aus der somatischen (damit körperlichen) Erkrankung eine psychische wird. Man muss dazu ins Detail gehen, aber es lohnt sich.
Sie schaffen nicht alles auf einmal? Wir auch nicht.

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